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Kind mit Frau foto Fotolia

Kontakt

"Hand in Hand" Förderschule
Schulleiterin: Frau Hoffmann
stellv. Schulleiterin: Frau Goebel
Usedomer Straße 51
01968 Senftenberg
Adresse über Google Maps anzeigen

Telefon: 03573 61186 
Telefax: 03573 363994 
Kontaktformular »

"Hand in Hand" Förderschule

Die Förderschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" befindet sich im Südwesten am Rande des Stadtgebietes und in kurzer Entfernung zum Senftenberger See. Wichtige Ziele sind die Schaffung von Möglichkeiten zur Selbstentfaltung und sozialen Eingliederung für jede Schülerin und jeden Schüler, denn nur so können die Kinder und Jugendlichen auf ein Leben in einer sich ständig verändernden Welt vorbereitet werden.

 

Förderschule Hand in Hand Foto D. Winkler

 

Träger

Förderschule "Hand in Hand"
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Dubinaweg 1
01968 Senftenberg
Telefon: 03753 870-0
Fax: 03753 870-1010
Kontaktformular »
Internet: www.osl-online.de
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Allgemeines

Unsere Schule besteht seit Juni 1992 und erhielt 7 Jahre später den Namen Förderschule "Hand in Hand".

In unserer Einrichtung lernen zur Zeit ca. 70 Schülerinnen und Schüler, diese werden von 25 Lehrern und 4 Pädagogischen Unterrichtshilfen betreut.

Konzept

1. pädagogische Zielsetzung

Grundlage unserer gesamten pädagogischen Arbeit bilden das Schulgesetz des Landes Brandenburg vom 1.08.2001, die Verordnung über Unterricht und Erziehung für junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf vom 24.06.1997, die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen der Bundesrepublik Deutschland (KMK Beschluss), die Unterrichtsvorgaben fiir die Förderschule für geistig Behinderte in Brandenburg vom 1.08.1996 und der schulinterne Rahmenplan unserer Schule vom August 2001.

Ziele in unserer Schule sollen die Schaffung von Möglichkeiten zur Selbstentfaltung und sozialen Eingliederung für jede Schülerin und jeden Schüler sein. Aufgabe ist es dabei, die Kinder und Jugendlichen für ein Leben in einer sich ständig verändernden Welt vorzubereiten.

Die Inhalte unserer pädagogischen Arbeit zielen auf Lebensbewältigung, bestmögliche Selbständigkeit, Handlungsfähigkeit und Eingliederung in die Gesellschaft.

Die Zunahme der Heterogenität unserer Schüler zwingt uns dazu, die zentralen didaktischen Prinzipien "Entflechten" und "Reduzieren" noch stärker in allen Vorüberlegungen zum Unterricht und seiner Durchführung zu beachten.

An unserer Schule wird allen Schülern entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten Rechnung getragen. In den Kulturtechniken werden spezielle Kursangebopte unterbreitet.

Um die Forderung nach Individualisierung und Differenzierung erfüllen zu können, bedarf es bei allen pädagogischen Kräften weitreichender Kenntnisse. Deshalb nimmt die persönliche Fortbildung eines jeden Mitarbeiters unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert ein.

Auf der Ebene unseres konkreten pädagogischen Handelns geht es weiterhin um die Umsetzung sozialpolitischer und gesellschaftlicher Gesichtspunkte. So sind Sexualerziehung, Berufausbildung (speziell die Funktion und Bedeutung der Werkstatt fiir Behinderte), Wohnen und Lebensformen wichtige Bestandteile unserer unterrichtlichen Arbeit über einen langen zeitlichen Rahmen.

Die Einbeziehung der Schüler mit schwersten Mehrfachbehinderungen verpflichtet uns, dem Erlernen sensomotorischer Handlungen (z.B. Greifen, Halten, Umgang mit dem Essbesteck u, a. Materialien) einen breiten Raum in unserer pädagogischen Arbeit einzuräumen.
Das verlangt auch, der pädagogischen Diagnostik als Grundlage unserer Arbeit mit unseren mehrfach behinderten Schülern einen hohen Stellenwert zu gewähren.

Durch die Vernetzung einzelner Fächer und Lernbereiche gestalten wir einen handlungsbezogenen Unterricht, um den Lernerfordernissen aller unserer Schüler gerecht zu werden. Die Arbeit in vielfältigen Interessengemeinschaften unterstützt den handlungsbezogenen Unterricht und berücksichtigt den Entwicklungsstand unserer Schüler.

Das Lernen in den Bereichen Selbstständigkeit, praktische Fähigkeiten, Handlungsfähigkeit, soziale Fähigkeiten und Problemlösungen ist die tätige, aktive Auseinandersetzung mit Menschen, Gegenständen und Problemen aus unserer Umwelt. Die Lerninhalte werden in sinnvolle Zusammenhänge eingebettet (Ganzheitlichkeit).

Im schulinternen Rahmenplan, der sich an die Unterrichtsvorgaben der Förderschule für geistig Behinderte anlehnt, sind lebensbedeutsame Handlungsfelder aufgezeigt, an denen sich die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule orientieren.

Hier werden auf Klassenstufenbasis Themen vorgegeben, deren Behandlung sich von der Eingangsstufe bis zur Werkstufe auf einem immer höher werdenden Niveau erstreckt.

Der schulinterne Rahmenplan ist für alle Kolleginnen und Kollegen an unserer Schule ein optimales Arbeitsmittel. Er vereinfacht die Jahresplanung und stellt sicher, dass jeder einzelne Schüler die vorgegebenen Themen der Handlungsfelder in den einzelnen Jahrgangsstufen durchläuft. Dies ermöglicht, dass Lerninhalte nach längerer Zeit (unter Beachtung der Ausgangslage) auf einem höheren Lernniveau behandelt werden. Hierdurch wird an unserer Schule die Kontinuität des Bildungsangebotes gewährleistet.

2. Lernorganisation

Unsere Förderschule für geistig Behinderte ist eine Ganztagsschule. Sie gliedert sich in die Schulstufen:

  • Eingangsstufe
  • Unterstufe
  • Mittelstufe
  • Oberstufe
  • Werkstufe


Jede Stufe kann sich über 3 Jahre erstrecken. Genaue Festlegungen sind der 2. Verordnung zur Änderung der SOPV zu entnehmen. Kinder und Jugendliche mit einer schweren Mehrfachbehinderung werden weitestgehend altersgerecht in der jeweiligen Lernstufe integriert.

Schüler mit einer schweren Mehrfachbehinderung, die nicht transportfahig sind, werden durch Hausunterricht beschult.

Der Unterricht an unserer Förderschule umfasst an 4 Wochentagen (Montag bis Donnerstag) 7 Zeitstunden (7.45 Uhr bis 14.45 Uhr) und an einem Wochentag (Freitag) 5 Zeitstunden (7.45 Uhr bis 12.45 Uhr). Angeboten werden an allen Wochentagen eine Frühbetreuung von 6.45 Uhr bis 7.45 Uhr, eine Nachbetreuung ist von Montag bis Donnerstag von 14.45 Uhr bis 15.45 Uhr und am Freitag von 12.45 Uhr bis 14.00 Uhr möglich.

2.1 Tagesablauf

07.45 Uhr - 08.00 Uhr Ankunft der Schüler und Vorbereitung auf den Unterricht -Morgenkreis

08.00 Uhr - 08.45 Uhr 1. Stunde

08.45 Uhr - 09.30 Uhr Frühstückspause (einschließlich hygienischer Maßnahmen)

09.30 Uhr - 10.15 Uhr 2. Stunde

10.15 Uhr - 10.30 Uhr 1. Hofpause

10.30 Uhr - 12.00 Uhr 3. und 4. Stunde

12.00 Uhr - 12.45 Uhr Mittagessen (einschließlich hygienischer Maßnahmen)

12.45 Uhr - 13.00 Uhr 2. Hofpause

13.15 Uhr - 14.15 Uhr Interessengemeinschaften

14.15 Uhr - 14.45 Uhr Auswertung des Tages, Vorbereitung zur Heimfahrt 

Der Tagesablauf ist strukturiert, kann aber jederzeit bezüglich des Vorhabenunterrichtes variiert werden. Unterrichtseinheiten und Pausenzeiten werden entsprechend den Bedürfnissen der Lerngruppen eingerichtet, dabei müssen jedoch organisatorische Vorgaben wie die Benutzung des Töpferraumes, des Turnraumes, des Werkraumes, der Schwimmhalle und geplante Kurs- und Einzelunterrichtszeiten beachtet werden. Aus dem Ablauf des Tages ist ersichtlich, dass über den, Vorhabenunterricht hinaus ein Nachmittagsangebot besteht. Es ist den besonderen Neigungen der Kinder und Jugendlichen angepasst.

3. Unterrichtsorganisation

3.1 Vermittlungsformen des Unterrichtes

Die Unterrichtsformen an der Förderschule für geistig Behinderte beruhen nicht nur auf methodischen und organisatorischen Entscheidungen. Wahrnehmungen und Gefühle spielen beim Lernen eine wichtige Rolle und der Unterricht für unsere geistig behinderten Schüler hat dann eine hohe Qualität, wenn sie mit allen Sinnen begreifen und emotionale Erfahrungen machen können.

  • Klassenunterricht
    • Unterrichtsformen:
      • Projektorientierter Vorhabenunterricht
      • Fachorientierter Unterricht (Bewegungserziehung, Schwimmen)
      • Gelegenheitsunterricht
      • Offener Unterricht (Wochenplanarbeit)
  • Kursunterricht

    • Schüler aus verschiedenen Klassen mit ähnlichen Fähigkeiten werden zum Lernen in Gruppen zusammenge fasst
      hat Lehrgangscharakter
  • Neigungsgruppen
    • Interessengemeinschaften zur Förderung von Talenten, Fähigkeiten und Fertigkeiten
    • Vielfaltige Angebote sollen den Schülern und Schülerinnen Freude bereiten und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung führen.
    • dienen der Entwicklung der Selbständigkeit und der Persönlichkeit
  • Einzelunterricht
    • Schüler mit zusätzlichen Behinderungen werden entsprechend gefördert durch z.B. Sprachtherapie, therapeutisches Turnen und Schwimmen, Wahrnehmungstraining, basale Stimulation, Toilettentraining,...
    • Förderung spezieller Begabungen, z.B. gestützte Kommunikation, Arbeit am Computer
  • Hausunterricht
    • Realisierung pädagogischer Ziele für schwerst mehrfach Behinderte durch Organisation von Gruppen- und Einzelunterricht
    • Voraussetzung ist eine gute Teamarbeit des pädagogischen Personals sowie die enge Zusammenarbeit mit dem medizinischen Personal

3.2 Projektorientierter Vorhabenunterricht

Die besonderen Möglichkeiten der Förderung liegen für Schüler und Lehrer im projektorientierten Vorhabenunterricht.
Der Unterricht wird entsprechend dem Projekt handlungsbezogen aufbereitet und erstreckt sich weitestgehend über alle Lernbereiche. Fächer, wie Musik/Rhythmik, Hauswirtschaft und Gestalten/Werken/Töpfern werden entsprechend thematisch untergeordnet.

Die fächerübergreifende Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Sachgebiet und das gemeinsame Arbeiten an diesem ermöglichen den Schülern lernende Betätigung und das Erleben von unterschiedlichen Lern- und Sozialformen. Jedes Vorhaben muss variabel gehandhabt werden und veränderbar auf die Bedürfnisse und den Lernstand der Schüler abgestimmt sein. Es kann verkürzt oder verlängert werden, sollte aber immer eine in sich geschlossene Einheit bilden, in der sich die Kinder orientieren können. Um Zeiträume und Handlungsschritte besser überschaubar zu machen, sollte in bildhafter Form geplant und aufgezeichnet werden (z.B. durch Fotos, Videos oder einfache Zeichnungen).

Bei dieser Form des Unterrichts werden die Schüler zu vorausschauendem und rückblickendem Denken geführt. Sie erleben und verstehen Handlungsketten als eine logische Folge und es ergeben sich hochmotivierende Sprechanlässe für die meisten Jungen und Mädchen. Auch Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen lassen sich im Vorhabenunterricht wesentlich besser integrieren.

Für jedes Entwicklungsalter kann ein entsprechender Lernanlass geschaffen werden und es gibt auch für diese Schüler innerhalb des Rahmen-themas viel zu erleben, zu fühlen und zu entdecken.

Die Lernbereiche sind in unterschiedliche Handlungsfelder unterteilt:

  • Familie und Wohnen
  • Ernährung
  • Öffentlichkeit
  • Natur
  • Verkehr
  • Zeitliche Orientierung
  • Arbeit und Beruf
  • Freizeit und Urlaub