Schichtwechsel: Rathaus gegen Werkstatt getauscht
Schreibtisch gegen Werkbank, Aktenordner gegen Elektroschrott: Bürgermeister Andreas Pfeiffer hat am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ teilgenommen. Dafür tauschte er das Rathaus gegen eine Arbeitsumgebung in den Integrationswerkstätten Niederlausitz in Senftenberg ein.
Wo ausgediente Zähler noch etwas zählen
Foto: Beim "Schichtwechsel" in den Integrationswerkstätten Niederlausitz nimmt Bürgermeister Andreas Pfeiffer einen mechanischen Zähler auseinander und sortiert das kostbare Innenleben.
Beim „Schichtwechsel“, dem bundesweit größten Aktionstag für mehr Inklusion, tauschen Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Menschen aus Unternehmen oder der Verwaltung für einen Tag ihren Arbeitsplatz. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen, Barrieren abzubauen und das Miteinander im Arbeitsleben aktiv zu leben. In diesem Jahr verzeichnete der Aktionstag einen neuen Rekord: rund 400 Werkstätten und 5.000 Tauschpartner nahmen deutschlandweit daran teil.
Bürgermeister Andreas Pfeiffer wurde für seine Schicht im Entsorgungsbetrieb der Integrationswerkstätten eingesetzt. Seine konkrete Aufgabe: mechanische Stromzähler auseinanderzubauen. In dieser Werkstatt werden jährlich rund 170 Tonnen alte Zählertechnik von insgesamt 17 Mitarbeitenden handzerlegt – das entspricht einer beeindruckenden Menge von bis zu 80.000 mechanischen und digitalen Stromzählern, die fachgerecht demontiert und recycelt werden.
Die Arbeitsabläufe sind dabei passgenau auf die individuellen Fähigkeiten der Beschäftigten abgestimmt und reichen von einfachen Schritten bis hin zu komplexen Tätigkeiten. Vor Ort erlebte der Bürgermeister hautnah, wie in der Werkstatt zur Erstbehandlung von Elektronikschrott gearbeitet wird. Nach sorgfältiger und fleißiger Handarbeit werden die ausgedienten Zähler geöffnet und das wertvolle Innenleben fein säuberlich in Kisten sortiert.
Nach seiner Schicht zeigte sich der Bürgermeister tief beeindruckt und äußerte höchsten Respekt sowie große Wertschätzung für die Leistung der Werkstatt-Mitarbeiter: „Es war eine wertvolle Erfahrung, den Arbeitsplatz zu tauschen und hautnah zu erleben, mit wie viel Konzentration, Ausdauer und Sorgfalt hier gearbeitet wird. Diese handwerkliche Leistung verdient unseren größten Respekt. Der ‚Schichtwechsel‘ ist eine fantastische Initiative, um den Wert beruflicher Teilhabe sichtbar zu machen und das Miteinander in unserer Stadt weiter zu stärken.“
Foto: Nach der Schicht in den Integrationswerkstätten Niederlausitz ist noch Zeit für ein gemeinsames Gruppenfoto. Das Ziel der Aktion macht alle gleichermaßen stolz: neue Perspektiven wurden gewonnen, Barrieren abgebaut und das Miteinander aktiv erlebt.
Leiterin und Pressesprecherin
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