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05.12.2023

Bürgermeister trifft Wirtschaft: glasklare Erfolgsgeschichten

Wie geht es der Senftenberger Wirtschaft, welcher Herausforderungen beschäftigen aktuell Senftenbergs Firmen und Geschäftsinhaber? Um dies aus erster Hand zu erfahren, besucht Bürgermeister Andreas Pfeiffer mit Wirtschaftsförderin Franziska Wölkerling ab sofort regelmäßig Unternehmen aus der Kreisstadt Senftenberg. Die Premiere Ende November war ein glasklarer Senftenberger Erfolgslauf. Der Auftakt zur neuen Unternehmertour des Bürgermeisters unter dem Motto „Hergestellt in Senftenberg“ fand bei Senftenbergs Glas-Spezialisten in der FGT Glaswerk GmbH im Industriepark Kleinkoschen und im Genussmittelladen Körner in der Senftenberger Schlossstraße statt. 

100 000 Quadratmeter Isolierglas im Jahr aus Kleinkoschen

Foto: Glasklarer Auftritt: Unternehmensbesuch des Bürgermeisters Andreas Pfeiffer mit Wirtschaftsförderin Franziska Wölkerling bei Geschäftsführer Philipp Fey (l.) von der FGT Glaswerk GmbH im Industriepark Kleinkoschen.

FGT Glaswerk GmbH

Wenn das keine glasklare Erfolgsgeschichte „made in Senftenberg“ ist. Wer beschichtete Gläser gegen Schmutz, Lärm, mit Einbruchs-, Brand- oder Sonnenschutz benötigt, kommt an dem Kleinkoschener Familienbetrieb nicht vorbei. 1992 vom Vater Ulrich Fey gegründet, ist der Betrieb trotz Corona und Inflation auch in den vergangenen drei Jahren sicher auf Wachstumskurs geblieben. Über 50 Mitarbeiter sind im Unternehmen auf die Flachglasverarbeitung und den Glashandel spezialisiert.

Ob Fensterhersteller, Sanierungsbetriebe oder Metallbauer – rund 200 Kunden, die Gläser benötigen, geben sich im Werk in Kleinkoschen die Klinke in die Hand. Die Jahresproduktion des Glaswerks liegt bei 100 000 Quadratmetern Isolierglas.  Dafür rollen alle zwei Tage Lkw  an, die jeweils 25 Tonnen Glas anliefern. „Wir profitieren natürlich auch davon, dass die Fensterflächen immer größer werden“, sagt Geschäftsführer Philipp Fey, der gemeinsam mit seinem Bruder Maciej die Geschäfte führt.  Dennoch gehören Hotels, große Einkaufscenter oder Museen nicht zu den Auftraggebern.

Der Kleinstkunden-Mix, bei dem auch Aufträge für 5000 Euro den Hof verlassen, sind das Erfolgsgeheimnis des Kleinkoschener Glaswerks. Auch bei Isoliergläsern im Holzfensterbereich mit vielen Sprossen und Rundbögen macht dem Familienunternehmen so schnell kein Mitbewerber etwas vor. Zum Betrieb gehört eine firmeneigene gut ausgestattete Lkw-Flotte, die alle Produkte selbst ausliefert. An jedem Morgen verlassen fünf Lkw den Hof des Glaswerks.

Spuren hinterlassen haben Senftenbergs Glas-Spezialisten u.a. beim Lingner Schloss Pavillon Dresden, am Domizil Zoo Berlin, aber auch in der Schule Hosena.

Bei allen Herausforderungen, die aktuell an die Baubranche und Glasindustrie gestellt werden, sieht Geschäftsführer Philipp Fey für die Zukunft viele Chancen. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Senftenberg stimmen. Wir fühlen uns am Standort sehr wohl“, betont der Glaswerks-Chef vor Bürgermeister Andreas Pfeiffer.

Genussmittelladen Körner

Foto: Bürgermeister Andreas Pfeiffer  und Wirtschaftsförderin Franziska Wölkerling  zu Gast bei Senftenbergs Genuss-Experten  Dieter und Marianne Körner (v.r.)

Seit 100 Jahren eine Institution in Senftenberg und seit 26 Jahren von Marianne und Dieter Körner mit viel Liebe zum Detail in die Neuzeit katapultiert: der Genussmittelladen in der Senftenberger Schlossstraße gehört zu den kleinen, aber sehr feinen Einkaufstipps in der Kreisstadt. Wer den kleinen Laden betritt, der taucht ein in eine Genusswelt, die mit handverlesenen Raritäten aus Manufakturen der Region aufwartet. Feinkost aus großen Einkaufstempeln der Metropolen? Brauchen die Senftenberger nicht. Sie gehen seit Generationen zu Mesech und Körner.

Als erstes steigt der ganz besondere Geruch in die Nase. Ein köstliches Gemisch aus Schokolade, Gebäck, Pfefferkuchen, Tee, kubanischen Zigarren, Wein und Whiskey, der beim Unternehmensbesuch auch Bürgermeister Andreas Pfeiffer empfängt. Alles, was in der regionalen Genusswelt Rang und Namen hat, steht in den Regalen. Sie sind genauso gut sortiert wie in einer Puppenstube.

Es ist aber nicht nur die feine Auswahl von Schokoladenraritäten, Brandenburger und sächsischen Weinen, die das besondere Flair ausmachen. Wer den Laden betritt, bekommt eine 1a-Fach-Beratung gratis dazu. Bei 100 Whiskey-Sorten im Regal, stellt sich Erleichterung ein, wenn Dieter Körner loslegt und mit sicherem Gespür zum Kunden die richtige Flasche auswählt.

Foto: Bis zu 100 Sorten Whiskey stehen bei Dieter Körner  (r.) im Genussmittelladen in der Schlossstraße im Regal. Da lässt sich auch Bürgermeister Andreas Pfeiffer gern beraten.

Brennnessel-Jauche aus Peickwitz? Auch das ist eine Rarität aus einem Senftenberger Ortsteil, die es nur bei Körners gibt. Die Zutaten lassen aufhorchen: fünf Kräuter, zu denen Stiefmütterchen, Brennessel-Blätter und Ringelblumen gehören. Alles aufgelöst in einem Liter Wodka. Eine Tinktur, die Bürgermeister Pfeiffer unbedingt probieren und vielleicht zum Fest auch verschenken will als besonderer Gruß aus Senftenberg.

Der Laden ist den Senftenbergern über die Jahrzehnte genauso ans Herz gewachsen wie Körners selbst. Umso schwerer fällt der Abschied, den Marianne und Dieter Körner im nächsten Jahr nehmen wollen. Beide sind dann 70 Jahre und wollen ihr Geschäft in jüngere Hände übergeben. An der Nachfolge wird bereits gearbeitet - bisher erfolglos.

Einen Wunsch geben Senftenberg Genussexperten dem Bürgermeister mit auf den Weg ins Rathaus. Körners sprechen sich für eine beschränkte Freigabe des Marktes fürs Parken aus.  „Wenigstens für eine Stunde“, fordert Dieter Körner. Denn für eine Schokolade parke niemand im nahen Parkhaus ein. „Die Stadtverordneten sollten einem Kompromiss zustimmen, sonst stirbt unsere Innenstadt“, so Marianne Körner.

 

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