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10.09.2025

Schnäppchen auf zwei Rädern unterm Hammer

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“ und dann ein lauter Knall über dem Senftenberger Markt. Mit einem Hammer schlägt Auktionator Steffen Junghannß auf einen Tisch. Es dauert keine drei Minuten, da wechselt das erste Fahrrad den Besitzer. 6 Euro zahlt ein Bieter für ein flottes Stadtrad, das noch recht gut in Schuss ist.

Vom klapprigen Stadtrad bis zum flotten Rennrad

Foto: Der Senftenberger Markt war am Freitag ein Paradies für Schnäppchenjäger: das Fundbüro der Stadt hatte zur traditionellen Fahrrad-Versteigerung eingeladen. 80 Drahtesel kamen dabei unter den Hammer.

Der Andrang zur traditionellen Versteigerung des Fundbüros der Stadt Senftenberg ist groß. Trotz Regenschauer, werden die in Reih und Glied in Fahrradständern auf dem Markt zur Schau gestellten Fund-Räder unterm Regenschirm prüfend unter die Lupe genommen, Nummern notiert und Versteigerungs-Strategien hinter vorgehaltener Hand besprochen.

Die Stadt versteigert Räder für wenig Geld. Für gut 100 Besucher ein Schnäppchen-Freitag.  In zwei Stunden kommen immerhin 80 Räder, ein Bollerwagen und ein Fahrradanhänger unter den Hammer. 53 davon wurden vom Fleck weg wie gesehen ersteigert, ein Rad wurde am Dienstag beim freihändigen Verkauf herausgegeben.

Eine Frage liegt während des Versteigerungs-Marathons permanent in der Luft: „Bietet jemand mehr?“ Beim Pedelac mit noch vollem Akku wird das Mindestgebot von 50 Euro ganz schnell überboten. 80 Euro, 100, 120, 160. Verkauft wird es am Ende mit kräftigem Hammerschlag an eine junge Senftenbergerin mit Sohn für 192 Euro. Ein schwarz-grünes Kinder-Mountainbike mit der Aufruf-Nummer 53 geht für 30 Euro an eine junge Frau.

Foto: Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Auktionator Steffen Junghannß schwang den Hammer und erteilte den Meistbietenden den Zuschlag.

Viele der neuen rechtmäßigen Eigentümer der Fund-Räder nutzten die Chance, ihre rollenden Schätzchen gleich nebenan an einem Stand der Polizei codieren zu lassen.

Versteigert wurde auf dem Markt übrigens alles, was in den vergangenen drei Jahren herrenlos gefunden und später nicht abgeholt wurde: vom Kinderrad bis zum Mountainbike, vom klapprigen Stadtrad bis zum flotten Rennrad. Die Räder werden im aktuellen Zustand – also „wie gesehen“ – verkauft, mal mehr oder weniger reparaturbedürftig, ohne Garantie oder Gewährleistung - und manchmal auch nur noch zum Basteln oder als Ersatzteillager. Die Mindestgebote für die rollenden Schnäppchen liegen dabei zwischen 3 und 50 Euro. Ein E-Bike wird für 69 Euro aufgerufen.

Bei der Versteigerung wurde ein Erlös von 1680 Euro erzielt. Dieser fließt nach einer gesetzlichen Frist von drei Jahren in die Stadtkasse. Drahtesel, die keinen neuen Besitzer gefunden haben, spendet die Stadt jetzt an gemeinnützige Einrichtungen. Der Rest wird verschrottet.

Foto: Spannung liegt in der Luft. Die Bieter wittern ihre Chance auf ein gutes Schnäppchen bei der Fahrrad-Versteigerung des Senftenberger Fundbüros auf dem Senftenberger Markt. 53 Räder wurden erfolgreich ersteigert.

Büro Bürgermeister
Leiterin und Pressesprecherin
Markt 1
01968 Senftenberg
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