Landkreis OSL gilt als frei von Afrikanischer Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest hat den Landkreis Oberspreewald Lausitz über Jahre beschäftigt. Nun gibt es gute Nachrichten für die Region, denn große Teile der Sperrzonen gelten wieder als freies Gebiet. Die Entscheidung hat auch Folgen für den Alltag vieler Menschen in und um Senftenberg.
Nach rund dreieinhalb Jahren intensiver Tierseuchenbekämpfung kann der Landkreis Oberspreewald Lausitz die Sperrzonen zur Afrikanischen Schweinepest weitgehend aufheben. Grundlage dafür ist der geänderte Anhang der europäischen Durchführungsverordnung, der am 26. November 2025 in Kraft tritt. Die bisherigen Zonen I und II gehen vollständig in freies Gebiet über. Lediglich ein schmaler Schutzkorridor entlang der südlichen Kreisgrenze bleibt vorerst bestehen und unterliegt weiter der Überwachung.
Die Entscheidung folgt dem Antrag des Landes Brandenburg, dem die EU Kommission und der Ständige Veterinärausschuss zugestimmt haben. In diesem Rahmen erklärte Ministerin Hanka Mittelstädt: „Damit wird der Süden Brandenburgs, der lange einen Schwerpunkt bei den festgestellten ASP Fällen bildete, weitestgehend wieder zum freien Gebiet.“ Sie sprach zugleich von einem bedeutenden Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen der beteiligten Behörden.
Im Landkreis Oberspreewald Lausitz war zuletzt im November 2024 ein Fall bei einem verendeten Wildschwein bestätigt worden. Mit dem neuen Status als freies Gebiet gelten nun weniger strenge Vorgaben. Die Tierseuchenallgemeinverfügung des Landkreises wurde angepasst und kann auf der Internetseite des Kreises eingesehen werden. Innerhalb des verbliebenen Schutzkorridors bleiben Fallwildsuchen und bestimmte Schritte zur Überwachung von Hausschweinen jedoch bestehen.
Auch außerhalb der Zonen bleibt die Lage im Blick. So werden tot aufgefundene oder erlegte Wildschweine im gesamten Kreis weiterhin untersucht, um einen möglichen erneuten Eintrag frühzeitig zu erkennen. In den freien Gebieten können gesund erlegte Tiere wieder ohne Wartezeit durch die Jägerinnen und Jäger verwertet werden.
Landrat Siegurd Heinze würdigte die umfangreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Nur durch das gemeinsame Handeln von Behörden, Jägerschaft, Landwirtinnen und Landwirten sowie vielen weiteren Unterstützenden ist es gelungen, die Afrikanische Schweinepest aus unserem Landkreis zu verdrängen.“ Hervorgehoben wurde zudem die Finanzierung des Landes Brandenburg, die den Prozess maßgeblich unterstützt hat.
Mit der neuen Verfügung kann innerhalb der aufgehobenen Zonen mit dem Rückbau der ASP Schutzzäune begonnen werden. Geplant ist der Abbau von Toren und Segmentzäunen, sobald die notwendigen Abstimmungen und Vergaben abgeschlossen sind.
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